Seminar: Rettungshundearbeit unter Einfluss von Leichengeruch

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Was auf den ersten Blick vielleicht erstmal etwas gewöhnungsbedürftig klingt, war extrem lehrreich und hatte unheimlich viele Aha-Momente für die Hundeführer parat.
Neben unseren eigenen Teams haben auch vier externe Teams teilgenommen. Diese kamen aus den Staffeln Rettungshundestaffel Weser-Ems e.V. und Hamburg.
Als Seminarleiter kam Axel Hehl von Nose for Work SAR K9 Handler Seminars, AG Archäo Spürhund Saarland aus dem Saarland angereist.
Und wir müssen sagen: Es war einfach ein tolles Wochenende mit tollen Menschen und natürlich den tollsten Hunden.
Am Freitag Abend ging es los mit einer theoretischen Einführung in die Thematik.
Wichtig war es zu verstehen, dass es nicht um das suchen und finden von Leichen geht, sondern darum, dass die Hundeführer lernen ihre Hunde zu lesen,
sollten diese im Einsatz nicht die lebende Person finden.
Natürlich ist es unser Ziel Personen lebend zu finden. Leider gehört es aber auch dazu, eine bereits verstorbene Person zu finden.
Für die Angehörigen ist es aber sicher nicht weniger wichtig, Gewissheit zu haben.
Um in solchen Situationen unsere Hunde besser zu verstehen, ist dieses eindrucksvolle Seminar genau das Richtige.
Am Samstag gab es für die Teams die erste Konfrontation mit dem Leichengeruch.
Für diesen Teil des Seminars hat uns die Volkshochschule Lüdenscheid ihr eingezäuntes Gelände zur Verfügung gestellt.
Die Hunde lernten zuerst Tonne kennen. Anschließend kam Tönnchen dran, inklusive toter Ente.
Die Tonne war dann das für diesen Seminarteil das Finale und die Hundeführer lernten sehr eindrucksvoll wie unterschiedlich jeder einzelne Hund mit dieser Situation umgeht.
Und die Hundeführer konnten durch Unterstützung von Axel ganz individuell auf ihren Hund eingehen und diese neue Situation gemeinsam meistern.
Die Mantrailer lernten am späten Nachmittag auch noch Heinz kennen. Heinz ist zum Glück nur eine Puppe,
aber in Kombination mit der Tonne eine gänzlich neue Herausforderung, vorallem für die Hundeführer.
Denn hier hieß es Kopf ausschalten, dem Hund vertrauen und im richtigen Moment mit dem Hund gemeinsam zum Ziel kommen.
Am Sonntag ging es dann in ein Waldgebiet nach Wiblingwerde.
Hier hatte Heinz sich gemeinsam mit der Tonne versteckt. Die Flächensuchteams starteten nacheinander ihre Suchen und allesamt fanden Heinz.
Hier konnte nun gezeigt werden, ob die Hundeführer das bereits erlernte Wissen auch tatsächlich anwenden können.

Es gab viele WOW-Momente, interessante Kochrezepte (um den Kopf auszuschalten ??), einige tolle Gespräche und ganz viel Spaß!

Wir haben allesamt unheimlich viel gelernt und wissen nun, wie wichtig die Teilnahme an einem solchen Seminar ist.
Absolut empfehlenswert für jeden Hundeführer, der in Einsätze geht oder gehen wird.
Einen großen Dank an alle, die dieses Seminar so ermöglicht haben und wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Axel und unseren Freunden aus dem Norden.

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